Das Krankengeld in der gesetzlichen Krankenversicherung (§§ 44 ff. SGB V)

Was gilt, wenn ich länger erkrankt bin?

Für den Anspruch auf Krankengeld ist es wichtig, dass eine nahtlose Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt ist und keine Lücken zwischen einzelnen Arbeitsunfähigkeitszeiten entstehen.

Dabei ist wichtig, dass ein Arzt grundsätzlich nur in sehr eng begrenzten Ausnahmefällen eine Arbeitsunfähigkeit rückwirkend attestieren kann. 

Sie müssen daher, wenn Sie länger erkrankt sind, dafür Sorge tragen, dass Sie die Folge-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ohne Lücken erhalten und diese der Krankenkasse vorlegen. 

Der Anspruch auf Krankengeld bleibt dabei grundsätzlich bis zum nächsten Werktag bestehen, wenn die ärztliche Folgebescheinigung spätestens am nächsten Werktag erfolgt. Samstage gelten hierbei nicht als Werktage! 

Beispiel: Wenn Ihr Arzt Sie bis einschließlich Freitag krankgeschrieben hat (und Sie am Wochenende arbeitsfrei haben) und Sie dann am Wochenende merken, dass Sie weiterhin krank sind, dann ist es für eine nahtlose Arbeitsunfähigkeit ausreichend, wenn Sie sich am darauffolgenden Montag erneut dem Arzt vorstellen.  

Wichtig: Im Jahre 2019 wurden hier Neuerungen beschlossen: Für Versicherte, deren Mitgliedschaft in der Krankenkasse vom lückenlosen Bestand des Krankengeldanspruchs abhängt, gilt nunmehr, dass bei verspäteter ärztlicher Feststellung der Arbeitsunfähigkeit (wegen derselben Erkrankung) das Krankengeld nicht vollständig und dauerhaft entfällt, wenn die Feststellung innerhalb von einem Monat nachgeholt wird. Es ruht allerdings bis zur Nachreichung.