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DMSG aktuell

Gewinner des Wettbewerbs zum Welt-MS-Tag 2020

Ausgabe 3/20 - Keine Präsenzveranstaltungen, aber jede Menge Connections: Der Welt-MS-Tag 2020 hat sich in seiner öffentlichen Wirkung nicht von der Corona-Pandemie ausbremsen lassen. Über alle Grenzen hinweg wurden online Verbindungen geknüpft und Nachrichten ausgetauscht.

Bundesweit 33 Printmedien hatten schon zum Start der Kampagne die Presseinformation des DMSG-Bundesverbandes mit dem Motto zum Welt-MS-Tag veröffentlicht. Auf weit über zwölf Millionen brachte es die Print-Auflage der Berichte verschiedener Redaktionen zum Thema Miteinander Stark. Zahlreiche TV-Sendungen thematisierten den Welt-MS-Tag. Den DMSG-Radiospot hörten am 30. Mai über sieben Millionen Menschen in ganz Deutschland. Der DMSG-TV-Spot feierte Premiere und lädt bis heute zum Song „Die immer lacht“ von Kerstin Ott auf YouTube zum Mitmachen ein. Mit viel Kreativität überzeugten auch die zahlreichen Bewerbungen im Wettbewerb zur Umsetzung des von der DMSG ausgegebenen Mottos „Miteinander Stark“. Die Auswahl fiel schwer. Gewonnen hat das folgende Projekt, das mit Abstand Nähe erzeugt:

„Corona hat uns nicht getrennt, sondern verbunden“, sagt Steffi, die gemeinsam mit den Mitgliedern ihrer Facebook-Gruppe am Wettbewerb zum Welt-MS-Tag teilgenommen hat. Mit Erfolg: Die Initiatorin stellt das Sieger-Projekt vor, das während des Lockdowns über soziale Medien entstanden ist:

„Mit sieben weiteren MS-Erkrankten habe ich mich zusammengetan, weil wir, über die Distanz, eine Fotocollage erstellen wollten. Mit Botschaft. Organisiert haben wir das über die Gruppe und einen Messengerservice. Wir hatten auch virtuell unseren Spaß und haben so etwas gemeinsam geschaffen. Das hat uns tatsächlich bestätigt: Wir sind miteinander stark! Stärker als die MS. Und Corona hat uns nicht getrennt, sondern verbunden.“

Mit Abstand und doch so nah
„Gerade jetzt in dieser besonderen Zeit, finde ich den Austausch sehr wichtig. Die Situation ist ohnehin schon sehr belastend, bei vielen ist der Stresspegel hoch. Wir helfen uns gegenseitig durch diese schwere Zeit und sind Miteinander Stark“, erklärt die Ideengeberin des unter Corona-Bedingungen entstandenen Gemeinschaftswerks.

Die Mutter einer sechsjährigen Tochter lebt im Landkreis Hildesheim und arbeitet als Heilerziehungspflegerin in einem heilpädagogischen Kindergarten. Im Dezember 2019 hat die 34-Jährige die Diagnose Multiple Sklerose erhalten. Überrascht habe sie diese Nachricht jedoch nicht. „Ich war vorbereitet“, erklärt Steffi. Schon vier Jahre zuvor hatte sie einen Schub, der aber nicht als Schub erkannt worden sei, berichtet sie. „Es wurde MS vermutet, aber nicht bestätigt.“ Als vier Jahre später ein anderer Neurologe sie mit Verdacht auf MS ins Krankenhaus überwies, kam die Angst, erinnert sie sich: „Ich war mir sicher: Er hat recht. Als ich wieder Zuhause war, habe ich mich auf die Suche nach Informationen gemacht und bin auf die DMSG gestoßen. Besonders interessant war für mich, als ich erfuhr, dass meine behandelnde Neurologin im MS-Zentrum die Daten zur Auswertung an die DMSG schickt für das MS-Register.“

Frisch nach der Diagnose hat man viele Fragen und es gibt Unsicherheiten. Steffi fing an, zu bloggen. „Ich verarbeite so auf meine Art und Weise die MS“, verrät sie, „deshalb gefallen mir die DMSG-Reporter auch so gut. Hier profitiert jeder von jedem. Es findet ein Erfahrungsaustausch statt und Jung kann von Alt lernen - wobei ich hier vom Zeitraum des Wissens um die Erkrankung und die damit verbundene Erfahrung spreche.“ Auch Steffi möchte ab sofort in der DMSG-Community ihre Erfahrungen teilen: „Ich bin sehr kreativ und ideenreich.“

In Kürze erfahren Sie mehr über Steffi - in einem Video in der DMSG-Community auf YouTube und MS Connect.

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Die Gewinnerin Steffi W. Bild: privat