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DMSG aktuell

40 Jahre DMSG Hessen: Gelungener Aktionstag in Frankfurt

Ausgabe 3/20 - Das Motto „Selbsthilfe in Bewegung“, das sich die DMSG Hessen zu ihrem 40-jährigen Bestehen gegeben hat, haben Engagierte, Partner und zahlreiche Besucher beim gelungenen Aktionstag „Barrierefreiheit und  Mobilität“ in die Tat umgesetzt. Am für den Durchfahrtsverkehr gesperrten Mainkai in  Frankfurt animierte ein buntes Programm zum Mitmachen und Ausprobieren. In ihrer Eröffnungsrede umriss die Vorsitzende der DMSG Hessen, Dagmar Spill, das zu erreichende Ziel: Mobilität und Barrierefreiheit für alle in ganz Frankfurt. 

Ein barrierefreies Frankfurt ist auch das Ziel von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, der die Schirmherrschaft für den Aktionstag „Barrierefreiheit und Mobilität“ der DMSG Hessen übernommen hatte. In seiner Ansprache führte er aus, dass die Stadt seit 30 Jahren dabei ist, den öffentlichen Nahverkehr barrierefrei umzubauen sowie umzurüsten. Oesterling sagte:  „Noch sind wir nicht am Ziel, aber ich verspreche Ihnen, dass wir nicht müde werden, daran zu arbeiten.“ Ein „Beispiel, das leise und damit selbstverständlich daherkommt“, ist der neue barrierefreie Fußweg am Eisernen Steg, ergänzte DMSG-Hessen-Vorsitzende Dagmar Spill: Über das jetzt abgeschliffene Kopfsteinpflaster können Rollstühle, Rollatoren oder Kinderwagen  soft darüber gleiten. Zugleich war dieser Umbau mit Anlass, an dieser Stelle den Aktionstag zum 40-jährigen Bestehen der hessischen MS-Selbsthilfeorganisation auszurichten, erläuterte Spill. Mitten in der Frankfurter Altstadt am belebten Mainufer rückte die DMSG Hessen mit weiteren Partnern in den Fokus, „wie Menschen mit MS und Handicaps trotz möglicher Einschränkungen mobil und damit beweglich sein und bleiben können“, erklärte die Vorsitzende. Nach der Begrüßung mussten die Besucher – ob im Stehen oder im Sitzen – zunächst Übungen vom „Funktionstraining bei MS“ absolvieren, die das Trainerteam unter der Leitung von Dr. Stephanie Woschek demonstrierte. Sowohl über das neue „Funktionstraining  bei MS“ als auch über die Frankfurter MS-Beratungsstelle und das breite Angebot der DMSG Hessen konnten sich Interessierte am Stand der DMSG Hessen informieren, den Sozialberaterin Renate Schön betreute. 

Mitmachaktionen starteten am Mainkai. Die Frankfurter Verkehrswacht testete die Reaktionszeit. Slalomstangen, Schrägen, Kanten waren knifflige Hindernisse beim Rollstuhl- Parcours. „Das ist ganz schön schwierig. Wenn man zum Beispiel über eine Bordsteinkante fahren will, muss man sich mit dem Körper zurücklehnen“, berichtete Paula Schopp von ihrer ersten Tour mit einem Rollstuhl. Die Angst, trotz Rollstuhl oder Rollator mit einem öffentlichen Bus zu fahren, versuchte eine Verkehrssicherheitsberaterin  zu nehmen. Die war mit einem Elektro-Bus vor Ort und gab Tipps, wie Fahrgäste mit Rollstuhl und Rollator sicher ein- und aussteigen können. Froh, endlich wieder mit Menschen mit Handicaps in Kontakt zu kommen, zeigte sich Silvia Schwalba von der Frankfurter Polizei: „Durch Corona durften wir uns seit Monaten nirgendswo vorstellen“, freute sich die Polizistin und informierte Besucher, die ihre Mobilität erhalten möchten: als Autofahrer, Radfahrer, Bus- und  Bahn-Benutzer oder als Fußgänger, mit und ohne Einschränkungen!

Alles Beispiele, die aufzeigten, „mit welchen Herausforderungen Menschen mit Behinderungen jeden Tag konfrontiert sind, aber auch, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten können, um mobil zu bleiben“, fasste Dagmar  Spill den gelungenen Aktionstag zusammen.

Die DMSG Hessen bedankt sich zudem bei der AOK Hessen für die finanzielle Förderung des Aktionstages.

Sonja Thelen, DMSG Hessen

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Klaus Oesterling, Schirmherr des Aktionstages und Verkehrsdezernent, begrüßt gemeinsam mit Dagmar Spill, Vorsitzende der DMSG Hessen, die Gäste. Bild: Sophie Schuele, DMSG Hessen